Heute draußen keine Kännchen
Was soll das denn jetzt? Ich dachte, die Eisheiligen waren schon vorige Woche da! Aber nein, ein Blick auf die Wetterstation zeigt das Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie auf ihrem Jungpflanzen- Zerstörungstrip sind.

Oder dieses komische Wetterdingens ist kaputt. Also heißt es: Selbst ist das Kaninchen! Ab auf den Balkon und die Temperaturen eigenpfötig überprüft.

Und soll ich Ihnen etwas sagen? Es war wirklich so kalt, das selbst der Fellmantel nicht ausreichend schützte und deshalb ging es auch sofort wieder rein. Nicht das wir uns noch erkälten, es reicht schon, wenn sich die Felllose seit einer Woche die Seele aus dem Leib hustet. Aber natürlich habe ich für Sie noch schnell ein paar Fotos geschossen, denn die Oma-Mama hatte ja in der vergangenen Woche Balkonien aufgehübscht.
Die Fuchsien wurden nach der langen Kellerpause endlich wieder angehangen, schaukeln im Wind und zeigen ihre neuen, frischen Blätter …

Die rote und die gelbe Knollenbegonie fühlen sich zwischen dem noch recht kümmerlich aussehendem Aprikosenbäumchen und dem Roseneibisch wohl …

Der frisch ausgegrabene Fliedersenker ersetzte die Bauernhortensie und genießt die Nachbarschaft vom tränenden Herz, welches endlich in die Puschen kam und seine Blätter sprießen läßt …

Im großen Kasten an der Rückseite vertragen sich die ehrlich erworbenen Rosen mit den abgeblühten Primeln, die Lilien haben noch keine Hähnchen angelockt und die Clematis will jetzt auch am alten Holz austreiben, ist sich aber noch nicht ganz sicher …

Die Tomaten wachsen und haben schon Blütenansätze, die Paprika fühlen sich an ihrem eigentlich sonnigen Platz sehr wohl und auch die Erdbeeren haben ihren Stammplatz auf der untersten Etage des Grills, der leider nicht benutzt werden darf und deshalb umfunktioniert wurde, eingenommen …



Petunien und Geranien sollen einmal die Aufgabe der Stiefmütterchen übernehmen und für bunte Farbkleckse sorgen …



Dazu muss es natürlich erst einmal wieder wärmer werden und dann, dann serviert Caro für die Teilnehmer der Aktion “12 von 12” garantiert auch draußen wieder nur Kännchen. In diesem Sinne …
♥lichst Ihr Thor Löwenherz
PS: Mittlerweile befinden sich natürlich die empfindlichen Pflanzen wieder im warmen Wohnbereich, nur das Schneeflöckchen genießt das Sonnengelb der Stiefmütterchen auf dem Grilldeck …

Der erste Frühlingstag
Seit gestern ist ja nun ganz offiziell der Frühling da. Natürlich wurde er wie immer standesgemäß von den vielen Stiefmütterchen begrüßt, die sich dazu alljährlich auf unserem Balkon versammeln. Diesmal übrigens hochkonzentriert und akribisch genau platziert vom Kind2 …

Und auch die 5 Primeln, die sich im Körbchen präsentieren, setzen herrlich bunte Akzente, wie der Herr Maske jetzt sicher sagen würde …

… und erfreuen das Herz der Oma-Mama. Für die gibt es natürlich bei diesem Wetter kein Halten mehr und so hat die Felllose, bewaffnet mit einer ihrer mit Kaffee gefüllten Lieblingstassen und ihrem Ebook-Reader, ihre Lieblingsbank besetzt. Natürlich dürfen auch wir raus, wenn wir denn wollten. Schnell wurde dafür nämlich eine provisorische Rampe vom Felllosen errichtet, die wir natürlich sofort in Augenschein nahmen …

Aber benutzt – und somit auf den Balkon gehoppelt – haben wir diese allerdings noch nicht. Da fehlen nämlich noch die Querstreben und somit ist das Verletzungsrisiko einfach zu hoch. Nicht das jetzt hier jemand denkt, wir wären feige. In diesem Sinne …
♥lichst ihr Thor Löwenherz
Sternenkapsel
Rechtzeitig zum Wochenende hat sich hier das Wetter verschlechtert, ein Sitzen ohne Winterbekleidung auf Balkonien nicht möglich. Nicht schön das. Schön allerdings ist die Samenkapsel, die die Oma-Mama letztens beim Entfernen der stiefmütterlichen Violas aus den Kästen von Kind2 entdeckte:

Jetzt wird die Felllose nur noch warten, bis sich die anderen Kaspeln öffnen und dann wird ausgesät. Ja, Sie haben richtig gelesen! Stiefmütterchen sind nämlich eigentlich zweijährig und damit winterhart! Den Samen bis August in die Erde gebracht, blühen sie im nächsten Jahr. Vielleicht braucht ja dann die Oma-Mama ihre Mütter nicht käuflich erwerben, sondern präsentiert den neidischen Blicken der Nachbarschaft ihre eigene Aufzucht.
♥lichst Ihr Thor Löwenherz
Die Felllose im Märzen
nicht die Rösser anspannt, sondern – wie jedes Jahr – 20 Stiefmütterchen nach Hause schleppt.

Und wieder hießen die alle Viola. Das kann dich jetzt nicht wahr sein, oder doch? Nun wollte ich es genau machen und machte mich auf “Namens”suche. Mein Freund Gockel konnte mir wie immer helfen, um den Namen der kleinen farbenfrohen Blümchen spinnt sich nämlich eine besondere Geschichte:
Die fünf bunten Blütenblätter werden von fünf Kelchblätter getragen. Das unterste, große und stark gefärbte Blütenblatt sitzt auf zwei Kelchblättern. Das ist die Stiefmutter. Links und rechts von ihr sitzen ihre zwei buntgefärbten Töchter jeweils auf einem Kelchblatt. Die zwei oberen, meist einfach violettfarbenen Blütenblätter stellen die zwei Stieftöchter dar. Sie müssen sich mit einem Kelchblatt gemeinsam begnügen.
In manchen Regionen ist man sich sicher, in der Blüte auch noch den Vater zu entdecken. Symbolisiert von Griffel und Narbe der Blüte sitzt er nämlich in der Mitte der Blüte von den Frauen seiner Familie eingezwängt. Er kommt erst heraus, wenn Frau und Kinder ausgegangen sind, wenn nämlich die Blume verblüht ist und die Blütenblätter abgefallen sind. Deshalb spricht man im Volksmund bis heute von “stiefmütterlicher Behandlung”, wenn jemand einen anderen Menschen vernachlässigt.
Und warum sie jetzt alle Viola heißen, ist auch schnell erklärt:
Die Pflanze zählt zur Familie der Veilchengewächse (Violaceae). Die Urahnin der kunterbunten Stiefmütterchen-Vielfalt für Garten und Balkon ist das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor), das mit Rot, Gelb und Blau über die drei primären Farben verfügt und unzählige Variationen mit anderen Viola-Arten möglich gemacht hat.
Ich hoffe, Ihnen hat der kleine Ausflug in die Pflanzenwelt genauso viel Spaß gemacht wie mir und so verabschiede ich mich jetzt!
♥lichst Ihr Thor Löwenherz
Farbkleckse
Die Felllosen haben unser Balkonien aufgehübscht. Und was eignet sich um diese Jahreszeit besser als die bunten und farbintensiven Violas …




Auch hinten im großen Kasten zeigt sich die eine oder andere grüne Spitze, so daß wir berechtigte Hoffnungen haben, zu Ostern Krokusse bewundern zu dürfen. Das wird schön!
Ihr Thor Löwenherz
PS: Übrigens haben uns die Stiefmütterchen dieses Jahr 15 Tage später besucht als im vergangenen Jahr. Woher ich das weiß? Na von diesem Eintrag hier.
Schläppi-Wetter
Seit mehreren Tagen scheint die Sonne mit voller Kraft und seitdem ist meine Felllose nur noch auf Balkonien zu finden. In ihrer windgeschützten Ecke (denn der Wind ist unter Umständen noch sehr kalt) hört sie entweder mit ihrem MP3-Player Musik, liest in ihrem Buch („Diabolus“), arbeitet mit Schläppi oder lässt ihren Blick einfach nur schweifen und bewundert die Blüten der Stiefmütterchen und der letzten Krokusse.

Viele Pflanzen treiben, egal ob es die Clematis, die Duft- oder die Beetrosen sind und auch der blaue Storchenschnabel streckt seine ersten Blätter der Sonne entgegnen.

Wenn das Wetter so beständig bleibt, können in wenigen Tagen (bis Wochen) die vorgezogenen Pflanzen ins Freie umziehen: die Prunkwinden (die schon über 1 Meter geklettert sind), die Callas oder auch die Wunderblumen (die auch schon die stattliche Größe von 50 cm erreicht haben).
Jetzt ist natürlich auch die perfekte Zeit, um für weitere Farbkleckse im großen Blumenkasten zu sorgen. So hat die Oma-Mama noch schnell Mohn, Kapuzinerkresse und Malven ausgesät. Und wenn sich endlich der Boden richtig erwärmt hat, dann kann auch ich wieder Balkonien unsicher machen.
Ihr Thor Löwenherz
Viola – die Stiefmutter
Am Montag war wieder einmal die vierteljährliche Durchsicht bei meinem Felllosen angesagt. Oma-Mama fährt oft mit, denn bis zu diesem Doc sind es schon ein paar Kilometer über Stock und Stein durch herrliche Natur und so ist es immer gleich ein schöner Ausflug (wenn man es positiv sieht). Wie mir die Felllose erzählt hatte, konnte sie im Warteraum auch ihren Lieblingsplatz besetzen, direkt am Fenster mit Aussicht auf einen Park. Und während ein weiteres Kapitel des Buches “Die Leiden des alten Rocons” durch den Arzt geschrieben wurde, entdeckte Oma-Mama einen Buchfink, umgeben von vielen Meisen. So einen Vogel hatte sie ja noch nie gesehen und flugs rannte sie in den Garten. Was für ein herrlicher Gesang … da erwachten in Oma-Mama sämtliche Frühlingsgefühle. Und auch der Opa-Papa liess sich von dieser Freude anstecken. Schnell machten sich die beiden auf den Heimweg, …
… um im Baumarkt ihres Vertrauens auf weitere Frühlungsboten zu stoßen und diese auch käuflich zu erwerben. Und da gestern auf Balkonien die Sonne so schön schien (ein Motschekübchen rekelte sich auch schon in den Strahlen), war Pflanzzeit.

Und so kann ich jetzt 20 Stiefmütterchen mein eigen nennen. Schön schauen sie schon aus, aber wissen Sie, was komisch ist? Die heißen alle Viola! Wie soll ich sie denn da auseinanderhalten?
Ihr Thor Löwenherz