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Das Leben der Zweibeiner aus Sicht eines Zwergkaninchens

Kategorie: Reviews

Pläne

Mai 082013
Von Thor | 08.05.2013 | Abgelegt unter: Reviews | RSS 2.0 | Tags: , , , | 6 Kommentare

Puhhh, kaum habe ich die Klara gelobt, versteckt sie sich wieder hinter einer riesengroßen Wolke. Menno, die ist aber auch schüchtern. Und so haben wir hier unser altgewohntes einheitsgrau und schwupps, sind wir hier wieder alle nur noch müde. Das ist aber normal, hat mir mein Freund, der Herr Gockel verraten. Würde an diesem Melatonin liegen. Immer wenn das Tageslicht nur wenige Stunden vorhält, bleibt der Melatoninspiegel erhöht und das führt eben zur Dauermüdigkeit. Das braucht echt kein Kaninchen und so haben wir uns vorgenommen, etwas dagegen zu tun. Wir träumen einfach von Urlaub; quasi so als Erholung von der Müdigkeit. Ich würde ja am liebsten mit dem Urmelchen, ihrer Mama und ihrem Papa an diese Ostsee reisen. Nein, nicht wegen dem Wasser, sondern wegen diesem Strand. Da könnte ich nach Herzenslust buddeln und graben; mich richtig ausleben.

ostsee

Aber nein, die Sif will lieber etwas für ihre Schönheit tun. Massage, Maske, Maniküre, Pediküre. Mädchenkram eben oder wie es vornehm heißt: Wellness. Und da sie sowieso lieber bei der Oma-Mama bleiben will und diese gemeinsam mit dem Felllosen einen Abstecher zur Prinzessin und der Murkeline plant, habe ich mich mal nach  diesbezüglichen Angeboten im blau-weißen Alpenländle umgeschaut. Da gibt es ja vielleicht viele Schönheitstempel! Aber einer ist mir sofort ins Auge gestochen: das Wellnesshotel Ödhof. Dort könnte ich nämlich, während sich die Sif aufhübscht und regeneriert, auf den Tennisplatz gehen und buddeln. Oder ich plündere die Löwenzahnwiesen. Ich werde gleich mal gucken, ob dort Kaninchen erwünscht sind. Wenn nicht, buche ich einfach für die Oma-Mama und lasse mich von ihr einschleusen. So richtig undercovermäßig. In diesem Sinne …

♥lichst Ihr Thor Löwenherz

Urlaubsträume

Apr 082013
Von Thor | 08.04.2013 | Abgelegt unter: Reviews | RSS 2.0 | Tags: , , , | Keine Kommentare

Als der letzten Woche der Oma-Mama Magen-Darm-technisch so gar nicht gut ging und sie viel Zeit auf dem Sofa verbrachte, wanderte ihr Blick oft aus dem Fenster. Grau und wolkenverhangen präsentierte sich der Aprilhimmel; manchmal konnte sie sogar weißem Flockenwirbel zusehen. Kein schöner Anblick, zumindest nicht zu dieser Jahreszeit. Und so träumte sich die Oma-Mama weg: an weiße Sandstände, Palmen, blaues Meer. Dort jetzt einfach in der Sonne liegen und eine Reissuppe mit Hühnerfleisch schlürfen, das wäre ideal. Doch wo bekommt man das schon? Die Antwort auf diese wichtige Frage lieferte eine Karte an unserer Fotowand:

thaielefanten

Thailand. Da war doch erst die Fr. Tonari im Urlaub und hatte geschrieben, das man dort sogar auf Elefanten reiten kann. Somit müsste der Opa-Papa die Felllose nicht immer an den Strand tragen, sondern könnte auf diese tierischen Großraumtaxis zurückgreifen. Sobald es der Felllosen wieder richtig gut geht, dann könnten sie ja auch mal einen Wat, einen bunten und mit reichlich Gold verzierten Tempel besuchen. Und während die Oma-Mama diesem dicken goldenen Mann den Bauch streichelt, weil das Glück bringen soll, findet der Opa-Papa vielleicht ein bisschen von dieser buddhistischen Ruhe und Gelassenheit. Obwohl, die findet er vielleicht auch schon in einem Liegestuhl unter Palmen an einem traumhaft weißen Sandstrand vor blauem Meer.

thailand

Und da in Thailand Kaninchen nicht unbedingt auf der Speisekarte stehen, haben die Sif und ich uns schon überlegt, im Handgepäck heimlich mitzureisen. Mal sehen, ob ich die Felllosen von einer Reise in dieses Land überzeugen kann. In diesem Sinne …

♥lichst Ihr Thor Löwenherz

Heute früh, nach einem Blick aus dem Fenster, ließ ich nachfolgende Notiz von meinem Vögelchen in die Welt tragen …

twitter

Irgendwie ließ mich der Gedanke, in einem Häuschen auf einer Löwenzahnwiese zu wohnen, nicht mehr los. Als die Oma-Mama ihr Powersnapping machte und nebenbei die Flimmerkiste dudelte (Fernsehschlaf soll ja der gesündeste sein), hörte ich, wie eine Maklerin einem Pärchen eine Villa anbot. Zum Schnäppchenpreis für 750.000 Euro. 60km von Hamburg entfernt in einem kleinen Wäldchen gelegen. Hallo?! Die wollten ein Haus kaufen und nicht den ganzen Wald, dachte ich so bei mir. Das muss doch auch billiger gehen, oder? Da ich sowieso nichts anderes zu tun hatte, verabredete ich mich also mit meinem Freund Herrn Gockel und gemeinsam zogen wir auf der Suche nach einem Häuschen im Grünen zum Immobilienscout. Wer, wenn nicht dieser Sammler und Kundschafter, kennt sich auf diesem Gebiet aus. Und sofort erklärte er uns: “Sei smart und kaufe im Umland!” Hier sinken nämlich die Preise für Häuser wirklich enorm, wie diese Grafik beweist.

hamburg

214.000 Euro, nur weil es 33km von Hamburg entfernt liegt. Kind1 wohnt ungefähr genauso weit von München entfernt. Ob da vielleicht mein Traum wahr wird? Gleich mal gucken …

muenchen

Ups, das wird wohl nichts. Ist aber auch nicht schlimm, denn eigentlich fühlen wir uns alle hier in unserer Mietwohnung sehr wohl. Und wenn der doofe Schnee endlich geschmolzen ist, dann haben wir auch wieder eine große Löwenzahnwiese in unmittelbarer Nachbarschaft. Und so lange träume ich eben. Nicht mehr vom Haus, aber vom Frühling. In diesem Sinne …

♥lichst Ihr Thor Löwenherz

Das zerschnittene Foto

Mrz 042013
Von Thor | 04.03.2013 | Abgelegt unter: Reviews | RSS 2.0 | Tags: , | 3 Kommentare

Am kommenden Samstag hat unser Urmelchen Burzeltag. 4 Jahre wird sie schon und ist damit alt genug, ihre Wünsche via selbstgemalter Zeichnung an das Geburtstagsmännchen zu schicken. Sollte der Weihnachtsmann noch unbedingt rosafarbenes Klopapier bringen, führt diesmal eine Kamera die Wunschliste an. Da sie noch nicht mit den richtigen Fotoknipsapparaten zurecht kommt (hier liegen immer die Finger auf der Linse), schenken ihr die Zweibeiner eine kindgerechte. Klar, die kann nicht so gute Bilder machen, aber dem Urmelchen geht es auch mehr um das Knipsen selbst; die Fotos sollen nicht unbedingt ausgedruckt, sondern nur über den Kameramonitor betrachtet werden. Das kann sie stundenlang machen. Und hat natürlich auch ein Lieblingsfoto. Nämlich das, auf dem die Sif den Knaxie in unserem Gehege begrüßt. Da kam mir die Idee, ihr dieses Bild zu ihrem Ehrentag zu schenken. Aber nur ein Foto? Das war mir zu einfach und so griff ich kurzerhand zur Schere und zerschnitt es in viele Teile. So puzzlemäßig. Die Sif sollte es dann probehalber zusammenlegen, aber irgendwie paßten die Teile nicht mehr hundertprozentig zusammen. Außerdem war das Papier viel zu dünn. Nein, so konnte man das nicht verschenken. Traurig saß ich unter meinem Lieblingstisch, bis der Sif der rettende Gedanke kam. “Frag doch mal die Oma-Mama, die weiß bestimmt, wo man richtig gute Fotogeschenke herbekommt!” Gesagt, getan. Und die Zweibeinerin wußte auch sofort, wo sie in diesem riesigen Internet hinsurfen mußte. Jetzt halte ich ein professionell gefertigtes Puzzle mit dem Lieblingsmotiv vom Urmelchen in meinen Pfoten …

puzzle

… und bin mächtig stolz auf meine grandiose Geburtstagsgeschenk-Idee. Schnell noch einpacken und eine Schleife drum, dann können die Zweibeiner das Päckchen mit zur Feier nehmen. Und vielleicht macht ja irgendjemand dann mit der neuen Kamera ein Bild, wie das Urmelchen begeistert die Schnipsel zusammensetzt. Wir dürfen natürlich wieder einmal nicht mit. Aber das macht mir diesmal garnichts aus, denn ich habe hier noch viel zu tun. Ich mache nämlich jetzt aus meinem Blog ein Jahrbuch. Dafür muss ich noch einmal alle Artikel durchschauen, denn nicht alle sollen gedruckt werden. Oder wir fressen und fressen, bis das Konterfei von der Sif und mir auf dem Napfboden sichtbar wird. Die Futterschüssel habe ich nämlich gleich heimlich mitbestellt. Sie wissen schon, kleine Fotogeschenke erhalten die Freundschaft. In diesem Sinne …

♥lichst Ihr Thor Löwenherz

Das Glück der Erde

Feb 142013
Von Thor | 14.02.2013 | Abgelegt unter: Reviews | RSS 2.0 | Tags: , | Keine Kommentare

Wir wohnen ja hier in einem ehrenwerten Haus, mit 10 Mietparteien. Das heißt, wir kennen uns hier alle, sagen immer “Guten Tag” zueinander und mit dem einen oder anderen Nachbarn macht besonders die Felllose gerne ein Schwätzchen. So auch heute. Freudestrahlend erzählte ihr die Kaninchensitterin (ja, die hat mich schon einmal betreut, als die Zweibeiner bei Kind1 in Bayern waren) von ihrem Valentinsgeschenk. Sie hat nämlich von ihrem Mann einen Gutschein für 200 Reitstunden bekommen. “Willst Du nicht mitkommen? Gemeinsam hätten wir doch viel mehr Spaß. Und außerdem ist Reiten doch soooo gesund!”

pferd

Das Gestüt, welches die Reitstunden gibt, liegt ganz versteckt und idyllisch im Wald. Als Parcours dienen die vielen Wege und das sind wirklich so viele, das man ständig eine andere Strecke wählen kann und es weder dem Pferd noch dem Reiter langweilig wird. Ich war mir sicher, die Felllose sagt ohne zu zögern “Ja” und so war ich doch auf meinem Lauscherposten sehr überrascht, als ich hörte, wie sie dankend ablehnte. Auch die Nachbarin war überrascht. “Oh, das ist aber schade. Dabei hatte ich mich doch schon so auf unseren gemeinsamen Einkauf gefreut, denn ich brauche ja unbedingt noch Reitstiefeln, eine Reiterhose, Kappe usw. Ich weiß gar nicht, wo ich das hier bei uns bekomme. Haben wir hier überhaupt einen Laden, der so etwas anbietet?” Das wußte die Felllose natürlich nicht, aber sie war sich sicher, im Internet fündig zu werden. Und so schrieb sie der Nachbarin nach einem kurzen Blick ins Netz folgende Adresse auf einen Zettel: https://www.equiva.com/ und sagte: “Wenn Du hier nicht fündig wirst, dann nirgendwo. Sei mir nicht böse, aber seit der Kutschfahrt im letzten Jahr liegt mein Glück der Erde nicht mehr auf dem Rücken der Pferde. Dir wünsche ich jedenfalls viel Spaß und Hals- und Beinbruch!” Das wünsche ich meiner Sitterin natürlich nicht, denn wer sollte denn dann auf uns aufpassen, wenn die Felllosen mal wieder die Welt retten müssen! Und ob die Oma-Mama bei ihrer Absage bleibt, das bleibt auch abzuwarten, denn ich bin mir sicher, die wird das alles noch einmal überdenken. Aber mit ihrer Höhenangst (die kann ja nicht mal auf einen Stuhl klettern) sollte sie vielleicht wirklich mit beiden Füßen fest auf der Erde bleiben. In diesem Sinne …

♥lichst Ihr Thor Löwenherz

Letztens – als hier noch massenweise der Schnee lag – hat sich die Felllose doch fast ihre zierlichen Füsschen erfroren. Und wieder einmal hörten wir sie hier stöhnen: “Warum müssen denn Damenstiefel immer so dünn sein?” Gut, sie hat ja ihre warmen Mukluks, aber diese sind natürlich nur bedingt stadteinsatztauglich. Und die Stadtstiefel sehen gut aus, sind aber eben fast nicht gefüttert. Darum riet der Opa-Papa ihr, sich doch endlich einmal ein paar “anständige” Stiefel zu holen, egal was sie kosten. Das lässt sich natürlich keine Frau zweimal sagen und so setzte sich die Felllose sofort an den Rechner und befragte den Herrn Gockel nach Stiefeln. Gefüttert mit Fell sollten sie sein; teuer dürfen, aber müssen sie nicht sein. Bei diesen Merkmalen fiel meinem Freund natürlich gleich ein Name ein: Giuseppe Zanotti – ein – oder besser gesagt – der  italienischer Stardesigner.

Giuseppe Zanotti Damenschuhe sind nicht nur absolut sexy und trendy, sondern auch sehr stabil. Ob hohe Plateau-Pumps oder extra flache Schuhe und Ballerinas: Er hat sich in der Modewelt einen sehr guten Ruf erarbeitet und begeistert immer mehr Promis. Beyoncé, Jennifer Lopez, Vanessa Hudgens und Kim Kardashian lieben seine Kreationen. Und was diese Damen tragen können, das kann auch die Oma-Mama. Natürlich nicht mit so einem hohen Absatz, denn da würde sie sich doch glatt das Genick brechen. Aber zum Glück fand sie auch ein Paar flache Giuseppe Zanotti Stiefel: braun, aus echtem Leder, mit weichem Pelzfutter. Und dann auch noch um 40% reduziert. Wenn das kein Schnäppchen ist. Freudig erregt rief die Felllose also den Zweibeiner an den Bildschirm und präsentierte ihr ihre neue Liebe. Und was entgegnet der? “So lieb und teuer bist du mir dann doch nicht!” Aber heute zum Weihnachtsabend sollen ja gelegentlich Wunder geschehen und vielleicht liegen die 330 Euro teuren exklusiven Stiefel ja doch unterm Baum. Ich werde gleich mal gucken gehen. In diesem Sinne …

♥lichst Ihr Thor Löwenherz

116

Dez 052012
Von Thor | 05.12.2012 | Abgelegt unter: Reviews | RSS 2.0 | Tags: , , | Keine Kommentare

Gestern ist der älteste Mensch der Welt, die Besse Cooper, im Alter von 116 Jahren in einem Pflegeheim gestorben. Bei dieser Nachricht entbrannte doch hier im Bau der Felllosen gleich eine Diskussion, ob es wirklich ein Geschenk ist, so alt zu werden. Die Oma-Mama sieht das optimistisch und sagt: “Dann wäre ja unsere Lebensuhr noch nicht einmal zur Hälfte abgelaufen und wir könnten noch soooo viele Jahre miteinander verbringen!” Der Opa-Papa ist da eher pessimistisch: “Überleg doch mal! Es zwickt jetzt schon hier und da. Nach dem Urmelbesuchen sind wir immer fix und fertig. Denkst Du, das wird besser? Und dann?” Tja, dann bliebe nur der Umzug in ein Heim, denn so eine Pflege, die wollen sie ihren Kindern nicht zumuten. Kennen sie das doch aus eigener Erfahrung, denn über ein Jahr pflegten sie die schwerstpflegebedürftige Mama vom Felllosen. Damals arbeitete der Opa-Papa noch in einer Bank, Kind1 war 13 Jahre und Kind2 gerade mal 6. Tagsüber kümmerte sich die Oma-Mama, fütterte, beschäftigte, wusch, bügelte. Abends wurde sie dann vom Zweibeiner abgelöst. Geschlafen wurde mit den Kindern im großen Schlafzimmer, das tagsüber auch Kinderzimmer war. Ein Ehebett gab es nicht mehr, denn dann hätten ie Kinder keinen Platz mehr zum Spielen gehabt, da ja ja ihr Zimmer kurzerhand zum Krankenzimmer umfunktioniert wurde. Privatsphäre, Freizeit – alles weg. Nach dieser Erfahrung stand für die Felllosen fest: Wir gehen mal in ein Heim.

Natürlich wäre es schön, wenn dieses in der Nähe des Nachwuchses wäre und nicht, wie die Bild-Zeitung letztens berichtete, in Osteuropa läge. Bliebe Kind2 dort wohnen, wo sie jetzt wohnt, gäbe es eins in unmittelbarer Nähe. Und dann wäre noch das Heim, in dem Kind1 arbeitet. Das wären ja schon 2 Alternativen. Bliebe nur noch der finanzielle Aspekt. Würden Pflegegeld und Rente für so einen Platz reichen? Wäre es nicht günstiger, vielleicht noch eine private Pflegeversicherung abzuschließen? Sofort suchte die Oma-Mama im Internet und fand eine Seite mit sehr hilfreichen Informationen, denn auch wenn sie ja der Meinung ist, noch viel Zeit zu haben – das Leben ist manchmal sehr grausam und da ist Vorsorge ganz einfach wichtig.

Apropos Vorsorge! Morgen ist Nikolaus und ich muss noch unbedingt meine 4 Stiefelchen putzen, damit diese heute Nacht gefüllt werden. Ich bin dann mal weg …

    ♥lichst Ihr Thor Löwenherz

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