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Das Leben der Zweibeiner aus Sicht eines Zwergkaninchens

Lesefreunde?

Apr 252012
Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 25. April 2012 und wurde abgelegt unter "Alltägliches". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

Sie halten eines von 1.000.000 Büchern in Ihren Händen, die mit Freude verschenkt wurden, um das Lesevergnügen zu teilen und zu verbreiten. Für die Aktion Lesefreunde wurde anlässlich des Welttages des Buches 25 herausragende Werke ausgewählt und in einer Sonderedition gedruckt. Seien Sie dabei und feiern das Lesen! [Quelle: Aktion Lesefreunde]

Klar, das sich die büchervernarrte Oma-Mama im Vorfeld des am 23.04.2012 stattgefundenen Welttages des Buches für diese Aktion bewarb. Groß war die Freude, als sie erfuhr, das sie unter den 33.333 Ausgewählten war, die 30 Exemplare kostenlos zum Verschenken erhalten. Und sie durfte sogar ihr Wunschbuch “Schneemann” von Jo Nesbro verteilen. Warum Jo Nesbo? Warum ein Krimi? Ganz einfach, weil  sie glaubte, mit einem Bestseller-Krimi die Freude am Lesen bei einigen Leuten entfachen zu können. Außerdem war sie der Meinung, das sich über dieses Buch die Beschenkten ganz sicher freuen würden.

Sondereinband "Schneemann"

Und so fuhr sie am 17.04. erwartungsfroh in die Bibliothek des Heimatstädtchen, um ihre Bücherkiste in Empfang zu nehmen und gleich die erste Lesefreude zu verteilen. Denn wo wären Bücher besser aufgehoben als in einer Bibliothek? Die würden sich sicher über ein paar Zusatzexemplare freuen. Beschwingt ging es also die Treppen hinauf, wo nach kurzer Wartezeit auch die Bibliothek-Karin erschien.  “Wir würden gern die zu Ihnen geschickten Bücher für die Aktion Lesefreunde abholen!”, sprach die Felllose und die Karin verschwand, um mit einem Paket wiederzukommen. “Ich habe das mal aufgemacht und mir ein Exemplar rausgenommen!” Völlig verdattert – und ich sage Ihnen, das ist ein Anblick, den man sehr, sehr selten sieht – schaute die Oma-Mama erst die Karin und dann den Opa-Papa an. Dieser erwiderte nur: “Wir wollten Ihnen sowie 5 Exemplare da lassen.” Aber so viel Bücher wollte sie dann doch nicht haben, die gute Frau und ließ sich mit Müh und Not noch ein weiteres Exemplar in die Hand drücken. “Wissen Sie, diese Taschenbücher sind für eine Bibliothek gänzlich ungeeignet!” Ah ja?! Und für wen war dann das entnommene Exemplar? Ein Schelm, der jetzt Böses denkt.

Bibliothek

Doch die Felllosen ließen sich von diesem Erlebnis nicht entmutigen, hatten sie doch schon das nächste Ziel vor Augen – den Laden der “Tafel”. Hier würde man ihnen sicher die 10 Bücher mit Freuden abnehmen. Aber weit gefehlt. Bis zum Verlassen des Ladens dominierte der Argwohn, ob man nicht doch noch etwas bezahlen müsse.  Zumindest bekamen die Felllosen hier ein leises “Dankeschön” zu hören.

Laden der Tafel

Frustriert ließen sie von ihren ursprünglichem Plan, auch dem Krankenhaus welche zu schenken vorerst ab. Außerdem wollte das Kind2 vom Stecher ihres Vertrauens abgeholt werden. Und wissen Sie was? Die Felllose hat dem Tätowierer ein Exemplar in die Hand gedrückt und der hat sich wirklich gefreut, das Buch sogar schon angelesen, wie er dem Kind2 beim nächsten Treffen erzählte. Und was ist mit den restlichen 17 Büchern passiert? Eins hat die Felllose behalten, 1 hat sie dem Kind2 in die Hand gedrückt, in der Hoffnung, das dieses auch noch zum Bücherwurm wird, denn ein Exemplar hat sich Kind1 reserviert. Ein weiteres Exemplar ging an die Mitmieterin im Haus, deren Sohn so wohlerzogen ist. Eins bekam die Nachbarin, die immer die Pakete entgegen nimmt und 1 ging an die Lieblingsmitbewohnerin, die immer hilft, egal ob man ein Taxi oder Nudeln braucht. Und wer jetzt richtig gezählt hat, weiß, das jetzt hier noch 11 Bücher darauf warten, verteilt zu werden? Nur an wen? Wollen Sie? Oder mögen Sie auch keine Bücher?  Ehrlich, nie im Leben hätte die Oma-Mama gedacht, das Bücher so schwer zu verschenken sind. Und ich auch nicht! In diesem Sinne …

♥lichst Ihr Thor Löwenherz

7 Kommentare

  1. murmel sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn!

    Oh ja, soooo gerne lese ich Nesbo! Gerne auch gegen eine Spende :-)

    Kann ich gar nicht verstehen, das jemand misstrauisch ist oder gar ein Buch nicht haben will. Nenene. Aber ich kenne es von meinen Schülern. Wollte schon öfters Bücher verschenken und keienr hatte Interesse. Sogar Fachbücher bleiben liegen. Inzwischen haben wir ein Bücher-verschenk-tausch-Regal. Das wird ganz gut genutzt. Dorthin würde ich das Buch nach dem Lesen auch weitergeben.

    • Thor sagt:

      Liebes Murmelchen, aber gerne doch. Wenn Sie die Kosten für die Büchersendung spenden würden und mir Ihre Anschrift per Mail mitteilen, geht ein Exemplar (oder 2 oder 3) zu Ihnen auf die Reise. ♥lichst Ihr Thor Löwenherz

      PS: Hat noch jemand Interesse?

  2. murmel sagt:

    Lieber Thor, da freue ich mich aber.
    Adresse ist auf dem Weg.

    Spenden würde ich gerne an die Tafel hier in unserer Kreisstadt. Ein Projekt, dass sich selbst finanziert und echt viele engangierte Leute hat.
    (Ich helf nur manchmal beim Brot- und Brötchensammeln.)

  3. GZi sagt:

    Aber ja, gerne doch, ich kenne den Schneemann noch nicht (abgesehen davon, dass ich Schneemänner nicht so gerne mag, das liegt aber nur an der Kälte, die herrscht, wenn sie auftreten ;-) . Außerdem liebt Herr rundumkiel auch Krimis – so würde er schon von mindestens zwei Menschen gelesen. Was soll ich tun? Dem Herrn Anton Hund einen Knochen spendieren *grins* oder doch lieber für das neue Dach des Kirchturms o.ä.?

    • Thor sagt:

      “Laß Dich überraschen …!” würde der Rudi jetzt singen. In diesem Sinne ♥lichst ihr Thor Löwenherz

      • GZi sagt:

        Überraschungen – wenn sie nicht in Form von unkontrolliertem Wasser aus einer der diversen Rohrleitungen auftreten – sind immer gut ;-) und von Ihnen ganz besonders liebster Thor! Ich freue mich mit Spannung :)

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