Warum werden überhaupt Ostereier verschenkt?
Die Antwort ist ganz einfach: Weil katholische Haushalte früher zu viele hatten – zwangsläufig. Bis in die 60er Jahre durften Katholiken nämlich während der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern keine Eier essen. Es wurde Brauch, die Eier, die in dieser Zeit gelegt wurden, duch Kochen haltbar zu machen und diese nach der Fastenzeit zu verschenken – natürlich bunt verziert.
Und was macht nun mit den ganzen Eiern, die man geschenkt bekommt? In der Familie von der Oma-Mama werden diese beim traditionellen Osterfrühstück (die Zweibeiner essen es mittlerweile allerdings am Abend, da es am frühen Morgen einfach zu mächtig ist) verarbeitet. Das Rezept wird jetzt schon jahrzehntelang von einer Generation zur nächsten gereicht und von den Kindern und Kindeskindern übernommen. Man benötigt dazu:
- 10 hartgekochte Eier
- verschiedene Sorten Wurst
- Meerrettich
- Zucker
- abgekochtes Wasser
- und eine Schale Brot.
Als erstes wird das Grün (was gelb aussieht) zubereitet. Dazu schält man die Eier, halbiert diese und trennt Eigelb und Eiweiß voneinander. Das Eigelb wird weiterverarbeitet, das Weiß dient später der Dekoration. Also zurück zum Eigelb … Dieses wird jetzt auf einem Teller mit einer Gabel zerdrückt, anschließend gibt man nach Belieben Meerrettich (ungefähr ein halbes kleines Glas) und einen halben Teelöffel Zucker hinzu. Um eine schöne breiige Masse zu erhalten, schüttet man jetzt vorsichtig Wasser hinzu … Das war´s auch schon.
Die Wurstscheiben halbieren, als Kranz auf den Teller legen und mit dem Eiweiß verzieren. In die Mitte einen Löffel Grün geben. Nun schaufelt man sich mit einer kleinen Gabel immer etwas Grün auf die Wurst und ab damit in den Mund. Guten Appetit …

Kleiner Tipp am Rande: Unbedingt Taschentücher bereit legen, denn durch die Schärfe des Meerrettichs kann es hin und wieder zu laufenden Nasen und tränenden Augen kommen.
Ihr Thor Löwenherz
Spruch des Tages
Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich.
Wilhelm Busch